Alternativen zur Dienstunfähigkeitsversicherung – Welche Möglichkeiten bestehen?

Welche Alternativen zur Dienstunfähigkeitsversicherung gibt es?Eine Dienstunfähigkeitsversicherung ist die Absicherung bei Berufsunfähigkeit für Beamte. Doch auch Beamte können keinen ausreichenden Schutz mehr durch eventuell vorhandene Vorerkrankungen erhalten bzw. können sich den Schutz nicht mehr leisten durch Risikozuschläge. Es gibt Jedoch Alternativen zur Dienstunfähigkeitsversicherung. Wir von dienstunfaehigkeitsversicherungen.org wollen Verbrauchern heute aufzeigen, welche anderen Möglichkeiten bestehen. Nachteil ist jedoch, dass diese Policen nur einen eingeschränkten Schutz bieten, da sie nur ausgewählte Risiken absichern. Laut Experten ist das aber immer noch besser als gar keinen Schutz zu besitzen.

Alternative 1 – Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Von allen Alternativen, siehe unten, ist die Erwerbsunfähigkeitsversicherung der Dienstunfähigkeitsversicherung am ähnlichsten. Denn auch hier erhalten die Verbraucher eine monatliche Rente im Schadenfall ausgezahlt. Einziger Unterschied zur Dienstunfähigkeitsversicherung ist, dass der Versicherer meistens erst zahlt, wenn der Versicherungsnehmer überhaupt nicht mehr in der Lage ist zu arbeiten. Der vorher ausgeübte Beruf des Beamten spielt keine Rolle. Viele Versicherer zahlen die Rente aber auch, wenn die tägliche Arbeitszeit nur noch unter 3 Stunden beträgt.

Alternative 2 – Schwere-Krankheiten-Versicherung

Wie der Name bereits sagt, wird bei der Schwere-Krankheiten-Versicherung oder zu englisch auch Dread-Disease, Kapital ausgezahlt, wenn beim Versicherungsnehmer eine schwere Krankheit diagnostiziert wird, ein schwerer Unfall vorliegt oder bestimmte Fähigkeiten wie gehen oder sprechen, verloren gegangen sind. Ob der Kunden noch arbeiten könnte, spielt bei der Auszahlung keine Rolle. Eine Auszahlung gibt es nur für im Vertrag festgeschriebene Krankheiten oder Ereignisse wie einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall, bestimmte Krebserkrankungen oder den Verlust der Sprache. Achten Sie also hier darauf, welche Krankheiten oder Ereignisse explizit in den Versicherungsbedingungen genannt werden.

Alternative 3 – Private Unfallversicherung

Die private Unfallversicherung zahlt eine vertraglich festgesetzte Summe, wenn der Versicherte durch einen Unfall eine dauerhafte körperliche Beeinträchtigung erleidet. Die meisten Versicherungsunternehmen verstehen unter dem Begriff „dauerhaft“ eine Zeitspanne von mindestens 3 Jahren. Die häufigsten Ursachen für eine Dienstunfähigkeit sind jedoch nicht Unfälle, sondern Krankheiten wie Depressionen oder Rückenleiden. Daher ist eine private Unfallversicherung nur bedingt als Alternative zur Dienstunfähigkeitsversicherung zu sehen.

Alternative 4 – Funktionsinvaliditätsversicherung

Die Funktionsinvaliditätsversicherung ist eine noch recht neue Absicherung. Sie vereint Leistungen aus Unfall-, Grundfähigkeits- und Schwere-Krankheiten-Versicherung. Hier erhalten Kunden eine Rente in vereinbarter Höhe, wenn sie durch einen Unfall oder durch bestimmte Schäden an inneren Organen invalide werden. Ebenso erhalten sie eine Rente, wenn sie bestimmte Fähigkeiten verlieren und zum Beispiel nicht mehr gehen, sehen oder hören können, aber auch wenn sie pflegebedürftig werden. Die Krankheiten müssen einen bestimmten Schweregrad vorweisen. Meistens verlangen die Versicherer, dass die körperlichen Beeinträchtigungen dauerhaft und nicht heilbar sind, ehe sie Leistungen erbringen. Schauen Sie auch hier in die Bedingungen der Versicherer welcher Schweregrad vorliegen muss, um Leistungen zu erhalten.

Alternative 5 – Grundfähigkeitsversicherung

Die Grundfähigkeitsversicherung springt – wie der Name schon sagt – ein, wenn durch einen Unfall oder eine Krankheit grundlegende Fähigkeiten wie gehen oder sprechen verloren gehen. Der Versicherer zahlt eine vertraglich vereinbarte Rente. Der Grund für den Verlust ist nicht erheblich. Ob der Versicherungsnehmer noch arbeiten könnte, spielt auch hier keine Rolle. Die Zahlungen erfolgen meistens erst, wenn die Fähigkeiten für voraussichtlich mindestens ein Jahr oder vollständig einbüßt worden sind.

Fazit zu den 5 Alternativen einer Dienstunfähigkeitsversicherung

Die Dienstunfähigkeitsversicherung ist immer noch die beste Absicherung bei Berufsunfähigkeit von Beamten. Wer jedoch aufgrund von Vorerkrankungen keine Dienstunfähigkeitsversicherung mehr erhält oder die Beiträge dafür nicht aufbringen kann, ist mit oben genannten Alternativen gut beraten. Hier sollte abgewogen werden, welche Absicherung am sinnvollsten ist. Verbraucher, die sich nicht sicher sind, sollten eine unabhängige Beratung in Anspruch nehmen.

Weitere Informationen zu den Alternativen einer Berufs- bzw. Dienstunfähigkeitsversicherung bietet auch Stiftung Warentest unter test.de an. Der komplette Artikel kann für 0,75 Euro erworben werden.