Dienstunfähig auf Klassenfahrt: Lehrerin stürzt von Bierbank

Dienstunfall auf Klassenfahrt wird als Dienstunfähigkeit anerkannt.Eine Lehrerin begleitet ihre Schüler auf einer Klassenfahrt zu einem Fest in München. Im Festzelt kam es zum Unfall: Die Frau stürzte. Daraufhin war sie einige Wochen krank geschrieben. Das Gericht entschied für die Lehrerin und erkannte den Unfall als Dienstunfall an.  

Unfall passiert in Ausübung ihres Dienstes

Im Mai 2012 begleitete eine Lehrerin eine Klassenfahrt von Stuttgart nach München. Unter anderem war hier auch ein Besuch eines Volksfestes Teil des Programms. Die Lehrerin klagte gegen das vom Regierungspräsidium Stuttgart vertretenen Land Baden-Württemberg und bekam Recht.

Laut der Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts Stuttgart vom 12.02.2014 wird der Unfall als Dienstunfall anerkannt „Stürzt eine Lehrerin bei dem Besuch eines Volksfestes, der offizieller Programmpunkt einer Klassenfahrt war, im Bierzelt von der Festzeltbank und verletzt sich dabei, ist dies ein Dienstunfall, für den ihr Unfallfürsorge zu gewähren ist.“.

Volksfestbesuch war offizieller Programmpunkt der Klassenfahrt

Laut dem Verwaltungsgericht Stuttgart habe sich der Unfall in Ausübung des Dienstes ereignet, da der Besuch des Volksfestes wie auch der Besuch des Bierzelts Teil der Dienstaufgaben gewesen sei. Schließlich müsse gerade bei einem Besuch eines Festes, wo Alkohol ausgeschenkt wird, eine Aufsichts- bzw. Begleitperson dienstlich verpflichtet anwesend sein. Gegen das Urteil kann noch Berufung eingelegt werden.

Dienstunfähigkeit bei Beamten auf Probe, Widerruf und Lebenszeit

Je nach Beamtenstatus unterscheiden sich die Leistungen bei einer Dienstunfähigkeit. Beamte auf Lebenszeit erhalten die volle beamtenrechtliche Versorgung. Beamte auf Probe und Widerruf hingegen werden bei einer Dienstunfähigkeit, die aus einer Krankheit oder einem Freizeitunfall entstanden ist, entlassen und in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert. Hier müssen sie vorerst die allgemeine Wartezeit von 60 Monaten erfüllen. Weitere Informationen zum Thema finden sie auch hier.