Berufsunfähigkeit und Dienstunfähigkeit

Beamte können sich genauso wie Arbeitnehmer oder Selbständige vor den finanziellen Folgen einer andauernden Arbeitsunfähigkeit schützen. Allerdings gibt es Unterschiede zwischen Berufsunfähigkeit und Dienstunfähigkeit. Diese müssen sich in den Vertragsbedingungen der jeweiligen Versicherung auch widerspiegeln. Ansonsten erhalten Sie als Beamter unter Umständen trotz Dienstunfähigkeit keine Leistungen aus der Versicherung.

Unser Service für Sie – kostenlos und unverbindlich

Testsieger Vergleich anfordernGratis Angebot anfordern

Kostenlosen Vergleich zur Dienstunfähigkeitsversicherung anfordern
Definition
Dienstunfähigkeit
Berufsunfähigkeit
Gesetzgeber §§44 bis 49 Bundesbeamtengesetz Auszug:
Als dienstunfähig gilt, wer aufgrund seines körperlichen Zustands oder aus gesundheitlichen Gründen seinen Dienst nicht mehr ausführen kann. Das gilt auch, wer innerhalb von 6 Monaten mehr als 3 Monate keinen Dienst mehr ausführen kann.
§240 Abs. 2 SGB VI:
Versicherte, deren Erwerbsfähigkeit wegen Krankheit oder Behinderung auf weniger als sechs Stunden gesunken ist, sind im Sinne der gesetzlichen Rentenversicherung berufsunfähig.
VersicherungsbedingungenDie Dienstunfähigkeit wird vom Dienstherrn attestiert. Bescheinigt wird die Dienstunfähigkeit nach anderen Kriterien als zum Beispiel in den Versicherungsbedingungen einer Berufunfähigkeits-Police steht (50% Regelung). Eine Dienstunfähigkeit kann so noch vor einer Berufsunfähigkeit eintreten.Eine Berufsunfähigkeit wird von einem Arzt attestiert. In der Regel muss eine mindestens 50%ige Berufsunfähigkeit vorliegen, damit der Versicherer Leistungen erbringt.

Dabei unterscheidet sich die Berufsunfähigkeit von der Dienstunfähigkeit. Denn eine Dienstunfähigkeit kann noch vor einer reinen Berufsunfähigkeit eintreten. Befindet der Dienstherr des Beamten, dass dieser seinen Dienst aufgrund körperlicher oder psychischer Probleme nicht mehr zufriedenstellend ausüben kann, hat er die Möglichkeit, die Dienstunfähigkeit zu erklären. Der Beamte wird dann entweder entlassen, beispielsweise wenn er Beamtenanwärter oder Beamter auf Probe ist. Oder er wird vom Dienstherrn aufgrund der Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt. Dann erhalten Beamte, die mindestens fünf Dienstjahre angesammelt haben, ein reduziertes Ruhegehalt.

Eine private Berufsunfähigkeit zahlt jedoch nur eine zusätzliche Rente, wenn eine Berufsunfähigkeit vorliegt. Da eine Dienstunfähigkeit nicht selten bereits vorliegen kann, bevor die Voraussetzungen einer Berufsunfähigkeit erfüllt wurden, können sich daraus erhebliche finanzielle Konsequenzen für den Betroffenen ergeben.

Wann liegt eine Berufsunfähigkeit vor?

Eine Berufsunfähigkeit besteht dann, wenn ein Berufstätiger seinen bisher ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen für eine längere Zeit nicht ausüben kann. In der Regel wird hier ein Prognosezeitraum von sechs Monaten veranschlagt.

Quelle Morgen&Morgen

Das bedeutet: Stellt ein Arzt fest, dass eine Arbeitsunfähigkeit für mindestens sechs Monate vorliegen wird, dann gilt der Betroffene als berufsunfähig. Es spielt dabei keine Rolle, aus welchem Grund die Berufsunfähigkeit zustande gekommen ist. Hat der Berufstätige eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen, erhält er Leistungen, unabhängig ob ein Unfall, eine Erkrankung oder psychische Probleme zu der Berufsunfähigkeit geführt haben.

Dienstunfähigkeitsklausel bei der Berufsunfähigkeitsversicherung

Damit ein Beamter auch dann Leistungen aus einer privaten Versicherung erhält, wenn „nur“ eine Dienstunfähigkeit vorliegt, muss die Dienstunfähigkeits- bzw. Berufsunfähigkeitsversicherung eine spezielle Dienstunfähigkeitsklausel beinhalten. Diese besagt, dass eine Dienstunfähigkeit so behandelt wird wie eine Berufsunfähigkeit. Besonders wichtig für Beamtenanwärter und Beamte auf Probe ist dabei, darauf zu achten, dass diese Anerkennung nicht nur bei einer Versetzung in den Ruhestand aufgrund von Dienstunfähigkeit erfolgt, sondern auch dann, wenn es zu eine Entlassung kommt.

Ungünstige Versicherungsklauseln vermeiden

Zudem sollten Sie bezüglich einer späteren Nachprüfung vorsichtig sein. Denn selbst Verträge mit einer echten Dienstunfähigkeitsklausel sehen unter Umständen nach einiger Zeit eine erneute Prüfung der Dienstunfähigkeit vor. Liegt die Dienstunfähigkeit dann nicht mehr vor, kann der Versicherer die Leistungen verweigern. Dies gilt auch dann, wenn der Dienstherr den Beamten weiterhin als dienstunfähig einstuft und somit nicht wieder einstellt.

Das macht eine gute Dienstunfähigkeitsversicherung aus:
>> Hier unverbindlichen Vergleich anfordern <<
KlauselBeschreibung
Verzicht auf abstrakte VerweisungAnsonsten kann der Versicherungsnehmer auf einen anderen Beruf verwiesen werden
echte Dienstunfähigkeits-KlauselDie Dienstunfähigkeit wird der Berufsunfähigkeit gleich gestellt
Leistung auch bei begrenzter DienstunfähigkeitBegrenzte Dienstunfähigkeit bedeutet, dass noch mind. die Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit erfüllt werden kann.
NachversicherungsgarantieHöhe der Dienstunfähigkeitsrente kann u.a. bei Heirat, Geburt eines Kindes erhöht werden

Darüber hinaus ist es günstig mit dem Versicherer eine Nachversicherungsgarantie zu vereinbaren. Auf diese Weise können Sie die Höhe der gewünschten Dienstunfähigkeitsrente im Nachhinein anpassen, wenn Sie höher besoldet werden oder eine Familie gründen. Die Nachversicherungsgarantie ermöglicht diese Anpassung auch ohne dass eine erneute Gesundheitsprüfung notwendig wird. Die abstrakte Verweisung sollte sowohl bei Berufsunfähigkeitsversicherungen als auch bei der Dienstunfähigkeitsversicherung im Versicherungsvertrag ausgeschlossen werden. Ansonsten kann der Versicherer im Leistungsfall auf Zahlungen verzichten, wenn Sie noch in einem anderen Beruf arbeiten können.

Den richtigen Tarif zur Dienstunfähigkeitsversicherung finden

Um sicherzugehen, dass Sie als Beamter auch bei einer reinen Dienstunfähigkeit ohne Berufsunfähigkeit Leistungen aus Ihrer Versicherung erhalten, sollten Sie die Vertragsbedingungen vor Abschluss genau überprüfen. Ein unabhängiger Versicherungsexperte kann Ihnen hier beratend zur Seite stehen. Er hilft Ihnen auch bei der Auswahl eines günstigen und leistungsstarken Tarifs. Da bei einigen Berufsgruppen, wie etwa Vollzugsbeamten oder Feuerwehrleuten auch eine Dienstunfähigkeit vorliegen kann, wenn es keine körperlichen Beeinträchtigungen gibt, aber bestimmte Voraussetzungen nicht mehr erfüllt werden, lohnt es sich zudem, gemeinsam mit dem Experten zu prüfen, ob der Versicherungsvertrag auch eine solche Dienstunfähigkeit abdeckt. Fordern Sie jetzt ein unverbindliches Angebot zur Berufsunfähigkeitsversicherung mit Dienstunfähigkeitsschutz an!

Unser Service für Sie – kostenlos und unverbindlich

Testsieger Vergleich anfordernGratis Angebot anfordern