Ruhegehalt für Beamte im Alter und bei Dienstunfähigkeit

Beamte zahlen nicht wie Arbeitnehmer Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Vielmehr regelt ihr Dienstherr ihre Altersversorgung. So spricht man bei Beamten auch meist nicht von der Rente, sondern vom Ruhegehalt oder der Pension. Wie hoch diese ausfällt, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Wird ein Beamter dienstunfähig und er wird in den Ruhestand versetzt, so erhält er ebenfalls eine Ruhegehalt. Beamtenanwärter und Beamte auf Zeit erhalten bei Dienstunfähigkeit allerdings keine Leistungen.

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Das Wichtigste zum Ruhegehalt bei Dienstunfähigkeit zusammengefasst:

  1. Wann besteht Anspruch auf Ruhegehalt?
  2. Wie hoch fällt es aus?
  3. Wer erhält ein Ruhegehalt bei Dienstunfähigkeit?
  4. Aufstockung des Ruhegehalts

Wann besteht Anspruch auf Ruhegehalt?

Einen Anspruch auf Ruhegehalt haben Beamte dann, wenn sie einerseits vor Eintritt in den Ruhestand mindestens fünf Jahre im Dienst abgeleistet haben. Dies entspricht der Wartezeit für die Altersrente, die auch bei der gesetzlichen Rentenversicherung Bestand hat. Zusätzlich dazu muss entweder das Ruhestandsalter erreicht worden sein oder aber eine Dienstunfähigkeit vorliegen. Ruhegehalt wird grundsätzlich nur an Beamte auf Lebenszeit gezahlt. Wer als Beamter auf Probe, auf Zeit oder als Beamtenanwärter in den Ruhestand entlassen wird, erhält kein Ruhegehalt sondern wird in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert.

Wie hoch fällt das Ruhegehalt aus?

Die Höhe des Ruhegehalts ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Geht ein Beamter aufgrund seines Alters in Pension, so ist sein Alter bei Eintritt in den Ruhestand ein Faktor für die Berechnung des Ruhegehalts. Auch die Zahl der geleisteten Dienstjahre, sowie die Höhe der letzten Besoldung wirken sich entscheidend auf den Umfang des Ruhegehalts aus. Um Missbrauch zu vermeiden, gilt seit einiger Zeit beispielsweise die Regelung, dass die letzte Position seit mindestens zwei Jahren ausgeübt werden musste, sonst gilt die vorhergehende Besoldung. Ohne diese Regelung wäre es sonst möglich, einen Beamten kurz vor der Pensionierung zu befördern, um ihm so ein dauerhaft höheres Ruhegehalt zu gewährleisten.

Geht ein Beamter vor Erreichen der Altersgrenze von 65 Jahren in den Ruhestand, so muss er Abschläge auf die Pension in Kauf nehmen. Auch Teilzeitarbeit wird entsprechend angerechnet. Maximal beträgt das Ruhegehalt 71,75 Prozent der letzten Besoldung. Mehr zum Thema Dienstunfähigkeitsversicherung für Beamte.

Ruhegehalt bei Dienstunfähigkeit

Wird ein Beamter dienstunfähig, so wird er als Beamter auf Lebenszeit in den Ruhestand versetzt. Das bedeutet, es besteht ein Anspruch auf ein Ruhegehalt. Allerdings gilt auch hier, dass die Höhe des Ruhegeldes auf den bisher geleisteten Dienstjahren basiert. Wer also schon in jungen Jahren bzw. nach wenigen Dienstjahren dienstunfähig wird, erhält unter Umständen nur ein sehr geringes Ruhegehalt. Dieses kann jedoch durch den Abschluss einer privaten Dienstunfähigkeitsversicherung aufgestockt werden.

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Ergänzung des Ruhegehalts durch Dienstunfähigkeitsversicherung

Beamtenanwärter und Beamte auf Zeit erhalten bei Dienstunfähigkeit überhaupt keine Leistungen. Sie müssen sich privat absichern, um im Falle einer Dienstunfähigkeit finanziell abgesichert zu sein. Auch wer bereits Beamter auf Lebenszeit ist, kann die Versorgung durch den Dienstherrn bei Dienstunfähigkeit durch eine private Versicherung ergänzen. Besonders für vollwertige Beamte reicht dabei oft eine Versicherung mit einer relativ geringen Laufzeit aus. So ist das Ruhegehalt bei Dienstunfähigkeit für Beamte auf Lebenszeit in der Regel ausreichend, wenn die Dienstunfähigkeit im Alter von 55 Jahren oder später eintritt. Beamte können bei ihrer Dienstunfähigkeitsversicherung daher Beiträge sparen, indem sie eine kürzere Vertragslaufzeit vereinbaren. In jedem Fall sollte überprüft werden, ob die Versicherungsbedingungen eine vollständige echte Dienstunfähigkeitsklausel enthalten.

Wenn kein Ruhegehalt gezahlt wird – Dienstunfähigkeitsversicherung für Anwärter und Beamte auf Probe

Besteht erst eine Anwartschaft, beziehungsweise sind Sie Beamter auf Probe oder Zeit, so sollte die Absicherung bei Berufsunfähigkeit bzw. Dienstunfähigkeit noch besser durchdacht sein. Denn ohne den Anspruch auf Ruhegeld kann eine Dienstunfähigkeit den finanziellen Ruin bedeuten. Um sich privat mit einem Ruhegehalt abzusichern, empfiehlt sich daher eine individuelle Beratung zu geeigneten Tarifen, der optimalen Vertragslaufzeit und weiteren wichtigen Vertragsklauseln wie einer Nachversicherungsoption.

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