Echte und unechte Dienstunfähigkeitsklausel erklärt

Beamte können genauso wie Angestellte oder Selbständige dauerhaft arbeitsunfähig werden. Im Gegensatz zu anderen Berufsgruppen haben sie jedoch keinen Anspruch auf die staatliche Erwerbsminderungsrente.

Auch bei der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung müssen Beamte und Beamtenanwärter auf einige Dinge achten. Denn nur mit einer Dienstunfähigkeitsklausel sind Beamte durch die Berufsunfähigkeits- bzw. Dienstunfähigkeitsversicherung optimal geschützt.

Echte und unechte Dienstunfähigkeitsklausel

Auch bei der Dienstunfähigkeitsklausel gibt es einen Haken: Je nachdem wie der entsprechende Passus in den Vertragsbedingungen formuliert ist, reicht die Klausel unter Umständen nicht aus, um bei Dienstunfähigkeit Leistungen zu garantieren. Nur wenn es sich um eine sogenannte „echte“ Dienstunfähigkeitsklausel handelt, ist man als Beamter gut abgesichert.

  • Die echte Dienstunfähigkeitsklausel sollte wie folgt formuliert sein:

„Bei Beamten des öffentlichen Dienstes gilt die Versetzung in den Ruhestand wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit bzw. die Entlassung wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit als Berufsunfähigkeit.“

Wichtig: Vor allem für Beamtenanwärter und Beamte auf Zeit ist die Passage „die Entlassung wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit“ von besonderer Wichtigkeit. Denn sie werden bei Dienstunfähigkeit entlassen. Fehlt dieser Teilsatz, handelt es sich um eine unvollständige DU-Klausel, die nur Beamte auf Lebenszeit vollständig absichert.

  • Fallstricke bei der unechten Dienstunfähigkeitsklausel

Die unechte Dienstunfähigkeitsklausel spricht in der Regel auch von Dienstunfähigkeit. Allerdings ist sie anders formuliert, zum Beispiel so: „Wird ein Beamter wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit in den vorzeitigen Ruhestand versetzt, beurteilt sich die Berufsunfähigkeit des Beamten nach der Anwendung der allgemeinen Absätze.“

Das Problem hier: Die Dienstunfähigkeit wird nur dann anerkannt, wenn sie mit einer Berufsunfähigkeit gleichzusetzen ist, wenn also die entsprechenden körperlichen oder geistigen Beschwerden vorliegen. Beurteilt der Dienstherr die Dienstfähigkeit anders und versetzt bzw. entlässt den Beamten dennoch, dann muss die Versicherung auch keine Leistungen zahlen.

Unser Service für Sie – kostenlos und unverbindlich

Jetzt kostenlosen Vergleich anfordern

Wer bietet Absicherung mit Dienstunfähigkeitsklauseln an?

Mittlerweile bieten viele Versicherer, die einen Berufsunfähigkeitsschutz für Arbeitnehmer und Selbständige in ihrem Portfolio haben, auch eine Dienstunfähigkeitsversicherung an. Zuweilen enthalten auch die normalen Berufsunfähigkeitsversicherungen eine Dienstunfähigkeitsklausel. Allerdings sollten Beamte in jedem Fall überprüfen, wie gut sie durch den jeweiligen Tarif wirklich geschützt sind. Denn nicht immer bietet eine private Dienstunfähigkeitsversicherung auch das, was sie verspricht.

Das macht eine gute Dienstunfähigkeitsversicherung aus:
>> Hier unverbindlichen Vergleich anfordern <<
KlauselBeschreibung
Verzicht auf abstrakte VerweisungAnsonsten kann der Versicherungsnehmer auf einen anderen Beruf verwiesen werden
echte Dienstunfähigkeits-KlauselDie Dienstunfähigkeit wird der Berufsunfähigkeit gleich gestellt
Leistung auch bei begrenzter DienstunfähigkeitBegrenzte Dienstunfähigkeit bedeutet, dass noch mind. die Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit erfüllt werden kann.
NachversicherungsgarantieHöhe der Dienstunfähigkeitsrente kann u.a. bei Heirat, Geburt eines Kindes erhöht werden

Unterschied dienstunfähig und berufsunfähig

Für Beamte und Beamtenanwärter ist der Unterschied zwischen Berufs- und Dienstunfähigkeit nicht zu unterschätzen. Denn der Dienstherr kann einen Beamten auch dann für dienstunfähig erklären, wenn noch keine eigentliche Berufsunfähigkeit vorliegt. Enthält die private Berufsunfähigkeitsversicherung dann keine Dienstunfähigkeitsklausel, so muss die Versicherung auch keine Leistungen zahlen. Für Beamte auf Zeit oder Beamtenanwärter besonders bitter: Sie erhalten bei Dienstunfähigkeit nicht einmal finanzielle Unterstützung vom Dienstherrn, da sie mit der Dienstunfähigkeit entlassen werden. Nur Beamte auf Lebenszeit erhalten bei Dienstunfähigkeit ein Ruhegehalt, das aber besonders bei jungen Beamten noch recht gering ist. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung mit Dienstunfähigkeitsklausel ist also für alle Staatsdiener empfehlenswert.

Tests zu Dienstunfähigkeitsversicherungen?

dienstunfaehigkeitsversicherung testsiegelFür Laien ist der Unterschied zwischen Dienstunfähigkeit und Berufsunfähigkeit häufig nur schwer nachzuvollziehen. Auch wann eine DU-Klausel optimalen Schutz bietet bzw. welche Tarife eine echte Dienstunfähigkeitsklausel beinhalten, ist meist nur schwierig zu überblicken. Hinzu kommt, dass viele Tests zu Berufsunfähigkeitsversicherungen nicht explizit auf die Bedürfnisse von Beamten eingehen. So können auch diese Testergebnisse nur unzureichend als eine Orientierung für Beamte dienen, die sich privat absichern möchten. Da diese Tests jedoch als Orientierung dienen können, können sich Verbraucher in der Rubrik „Dienstunfähigkeitsversicherung Test“ dazu belesen.

So finden Sie die beste Berufsunfähigkeitsversicherung mit Dienstunfähigkeitsklausel

Wer als Beamter nicht nur eine Versicherung wählen möchte, die bei Dienstunfähigkeit optimalen Schutz bietet, sondern zusätzlich auch ein sehr gutes Preisleistungsverhältnis haben möchte, sollte sich individuell beraten lassen. Ein unabhängiger Experte kann Ihnen bei der Vorauswahl der besten Tarife helfen. Im Allgemeinen sind Dienstunfähigkeitsversicherungen auch sehr preisgünstig. Denn aufgrund des steigenden Ruhegehalts ist es für die meisten Beamten ratsam eine kürzere Versicherungslaufzeit als Angestellte zu wählen. Dadurch fallen die Beiträge insgesamt geringer aus. Sie profitieren also mit der richtigen Beratung und einer Berufsunfähigkeitsversicherung mit Dienstunfähigkeitsklausel nicht nur durch guten Schutz, sondern auch einen günstigen Preis.

Unser Service für Sie – kostenlos und unverbindlich

Jetzt kostenlosen Vergleich anfordern