Gesundheitsfragen beim Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung

Gesundheitsfragen bei der Dienstunfähigkeitsversicherung müssen wahrheitsgemäß beantwortet werden.Genauso wie bei einer Berufs- und Risikolebensversicherung müssen auch bei einer Dienstunfähigkeitsversicherung vor dem Vertragsschluss Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantwortet werden. Kommt es hier zu Falschangaben kann dies zu einem späteren Leistungsausschluss seitens des Versicherers kommen. Dabei reichen die Rechte des Anbieters vom Rücktritt über die Kündigung bis hin zur Anfechtung. Daher ist es wichtig, die Gesundheitsfragen detailliert und vor allem wahrheitsgemäß zu beantworten.

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Allgemeine Gesundheitsfragen bei der Dienstunfähigkeitsversicherung

Bevor der Anbieter den Antrag auf eine Dienstunfähigkeitsversicherung annimmt, wird eine Risikoprüfung mittels Gesundheitsfragen durchgeführt. Dies ist wichtig, da Vorerkrankungen die Gesundheit beeinträchtigen und damit kurzfristig zu einer Dienstunfähigkeit führen können. Bei besonders schweren Vorerkrankungen hat der Versicherer sogar das Recht den Antrag abzulehnen.

Seit dem Jahr 2008 ist es vorgeschrieben, dass die Gesundheitsfragen präzise formuliert sein müssen. So soll sichergestellt werden, dass der Antragssteller die Fragen wahrheitsgemäß beantworten kann. Sollte dies einmal nicht möglich sein, kann auch der behandelnde Arzt genannt und von der Schweigepflicht entbunden werden.

Zuerst sind die Gesundheitsfragen in der Dienstunfähigkeitsversicherung sehr allgemein gehalten. So müssen ggfs. Angaben zum Gewicht und zur Größe gemacht werden. Auch wird erfragt, ob der Antragssteller Raucher oder Nichtraucher ist.

Konkrete Gesundheitsfragen in der Dienstunfähigkeitsversicherung

Nachdem die allgemeinen Gesundheitsfragen beantwortet wurden, werden die Fragestellungen detaillierter. Häufig müssen Angaben zu folgenden Krankheiten oder Beschwerden gemacht werden:

  • Herz-/Kreislaufbeschwerden
  • Erkrankungen der Wirbelsäule, Hüftgelenke oder der Schulter
  • Infektionskrankheiten oder Tropenkrankheiten
  • Krebs- oder Tumorerkrankungen

Ebenso eventuelle Behandlungen aufgrund von Drogen- oder Alkoholmissbrauch müssen angegeben werden. Der Fragezeitraum erschließt sich meistens auf bis zu 10 Jahre. Wer sich bei der Beantwortung nicht sicher ist, sollte die Fragen zusammen mit einem Versicherungsexperten beantworten. Dieser kann meist auch Auskunft geben, ob der Antrag von der Gesellschaft angenommen wird.

Was passiert im Falle von Falschangaben bei der Gesundheitsprüfung?

Mit dem Versicherungsvertragsgesetz, das zum 01. Januar 2008 in Kraft getreten ist, muss der Versicherungsnehmer nur noch solche Umstände anzeigen nach denen der Anbieter konkret gefragt hat. So wird das Risiko einer Fehleinschätzung (Was also anzeigepflichtig ist und was nicht) komplett auf den Versicherer übertragen.

Kommt es doch zu Fehlern bzw. Falschangaben, kommt es hier maßgeblich auf die schwere des Verschuldens des Antragsstellers an:

  • Arglist: Anfechtung des Vertrags sowie Leistungsfreiheit
  • Vorsatz: Rücktritt seitens des Versicherers sowie Leistungsfreiheit

Bei grober und einfacher Fahrlässigkeit werden Rücktritt und Ausschlüsse unterschieden. Mehr dazu hier.

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