Stolperfallen bei der Dienstunfähigkeitsversicherung

Was sind die Stolperfallen bei einer Dienstunfähigkeitsversicherung?Bei der Auswahl einer passenden und vor allem guten Dienstunfähigkeitsversicherung gibt es für Beamte viel zu beachten. Insbesondere Beamte auf Probe und Widerruf müssen kritisch in die Vertragsbedingungen schauen. Die Ausgestaltung der Dienstunfähigkeitsklausel ist dabei genauso wichtig wie die vereinbarte Vertragslaufzeit sowie die Unternehmensstärke und die Erfahrung des Versicherungsunternehmens im Bereich der Dienstunfähigkeitsversicherung.

Stolperfalle 1: Beamtenklausel in der Dienstunfähigkeitsversicherung

Eine Dienstunfähigkeitsversicherung kann mal als gut bezeichnen, wenn sie die echte oder zumindest eingeschränkte Dienstunfähigkeitsklausel aufweist. Insbesondere für Beamtenanwärter ist die Klausel wichtig.

Die echte Beamtenklausel sollte wie folgt formuliert sein: „Bei Beamten des öffentlichen Dienstes gilt die Versetzung in den Ruhestand wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit bzw. die Entlassung wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit als Berufsunfähigkeit.“

Vor allem die Passage „die Entlassung wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit“ ist für Beamtenanwärter und Beamte auf Zeit wichtig. Denn sie werden bei einer Dienstunfähigkeit entlassen und in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert. Fehlt dieser Passus handelt es sich um eine unvollständige Klausel, die nur Beamte auf Lebenszeit absichert.

Die unechte Dienstunfähigkeitsklausel ist häufig wie folgt formuliert: „Wird ein Beamter wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit in den vorzeitigen Ruhestand versetzt, beurteilt sich die Berufsunfähigkeit des Beamten nach der Anwendung der allgemeinen Absätze.“

Hier besteht das Problem darin, dass eine Dienstunfähigkeit nur anerkannt wird, wenn sie mit einer Berufsunfähigkeit gleichzusetzen ist. Der Versicherer muss zum Beispiel keine Leistungen erbringen, wenn zwar der Dienstherr den Beamten für dienstunfähig erklärt, jedoch nach den Bedingungen keine Dienstunfähigkeit im Sinne einer Berufsunfähigkeit vorliegt. Hier mehr zur Dienstunfähigkeitsklausel lesen.

Stolperfalle 2: Vertragslaufzeit bei der Dienstunfähigkeitsversicherung

Eine weitere Stolperfalle bei der Dienstunfähigkeitsversicherung ist die Vertragslaufzeit. Viele Versicherungsgesellschaften begrenzen den Versicherungsschutz für Beamte zum Beispiel auf 55 Jahre. Im Versicherungswesen unterscheidet man jedoch verschiedene Arten von Laufzeiten: Versicherungsendalter und Leistungsendalter. Das bedeutet für den Beamten, dass ein Vertrag zum Beispiel bis zum 67. Lebensjahr laufen kann. Der Versicherungsschutz jedoch nicht bis zum Ende gilt. Daher ist bei einer Dienstunfähigkeitsversicherung eine Beratung unerlässlich und sehr zu empfehlen.

Stolperfalle 3: Unternehmenssicherheit und Erfahrung des Versicherers in der Beamtenversorgung

Beamte sollten bei einem Abschluss darauf achten, dass die Versicherungsgesellschaft Erfahrung im Bereich Beamtenversorgung aufweist und auch eine gewisse Unternehmenssicherheit vorhanden ist. Dazu können sich Verbraucher auf der Seite von Morgen und Morgen informieren. In diesen Ratings wird auch auf die Kompetenz des Versicherers am Markt und dessen Bilanzkennzahlen eingegangen.

Stolperfalle 4: Weitere Besonderheiten der Dienstunfähigkeitsversicherung

Neben der Dienstunfähigkeitsklausel, der Vertragslaufzeit und der Sicherheit des Versicherungsunternehmens gibt es noch weitere Stolperfallen zu beachten.

Beamte sollten bei ihrer Dienstunfähigkeitsversicherung darauf achten, dass der Versicherer auf die abstrakte Verweisung verzichtet. Wird eine Dienstunfähigkeitsversicherung mit abstrakter Verweisung abgeschlossen, so kann der Versicherungsnehmer im eigentlichen Leistungsfall auf einen anderen, nicht gleichwertigen Beruf verwiesen werden.

Sollte es zu einem Leistungsfall kommen, sollte die Gesellschaft die weiteren Beiträge übernehmen. Auch eine Nachversicherungsgarantie ist sinnvoll. Hier kann der Versicherungsnehmer ohne erneute Gesundheitsprüfung die Dienstunfähigkeitsrente erhöhen – zum Beispiel bei der Geburt eines Kindes oder Heirat.

Je nach Verbraucher können natürlich noch weitere Stolperfallen auftreten. Daher raten wir Ihnen von dienstunfaehigkeitsversicherungen.org dazu, sich vorab von einem unabhängigen Experten beraten zu lassen. Dieser kann Ihnen bei der Auswahl des passenden Produkts helfen.

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